J-147 wird von Rexar als forschungsgeeignetes chemisches Referenzmaterial für die analytische Chemie, Strukturverifikation und laborbasierte Vergleichsanalysen geliefert. Diese niedermolekulare Verbindung ist ausschließlich für kontrollierte Forschungsumgebungen bestimmt, in denen eine bestätigte chemische Identität, reproduzierbare analytische Eigenschaften und konsistente Referenzdokumentation erforderlich sind.
J-147 (CAS 1146963-51-0) ist direkt über den Rexar-Webshop erhältlich und wird in versiegelter Laborverpackung innerhalb der Europäischen Union geliefert.
Rexar Technical Compound Datasheet (PDF)
J-147 ist eine fluorierte aromatische Amidverbindung, die mehrere substituierte Phenylsysteme enthält, welche über eine Imin- und Amidbindung miteinander verknüpft sind. Das Molekül weist sowohl elektronenziehende als auch elektronenschiebende Substituenten auf, die innerhalb eines konjugierten Systems angeordnet sind und eine definierte Elektronenverteilung erzeugen.
Das Grundgerüst umfasst eine 2,2,2-Trifluoracetamid-Einheit, die an ein substituiertes Anilinderivat gebunden ist. Diese Struktur kombiniert aromatische Ringe, Heteroatome und fluorierte Kohlenstoffzentren in einem einzelnen niedermolekularen Framework.
Aus struktureller Sicht kann J-147 als fluoriertes aromatisches Amid mit einer Schiff-Base-artigen Imin-Verknüpfung beschrieben werden. Die Iminfunktion trägt zur erweiterten Konjugation zwischen aromatischen Systemen bei und führt zu klar definierten spektroskopischen Signaturen.
Die 2,2,2-Trifluormethylgruppe (–CF3) ist stark elektronenziehend. Fluoratome besitzen eine hohe Elektronegativität und beeinflussen die Elektronendichte über induktive Effekte. Das CF3-Fragment wirkt sich auf Molekülpolarität, Lipophilie und massenspektrometrische Eigenschaften aus.
In der analytischen Chemie sind fluorierte Verbindungen häufig durch charakteristische Fragmentierungsmuster in der Massenspektrometrie identifizierbar. Drei Fluoratome erhöhen die Molekülmasse und erzeugen reproduzierbare Fragmentierungswege.
Fluor beeinflusst außerdem benachbarte Protonenumgebungen in der NMR-Spektroskopie über induktive Effekte. In der 13C-NMR können Kohlenstoffatome mit Fluorbindung charakteristische Kopplungsmuster zeigen.
Die Amidfunktion in J-147 führt zu Resonanzstabilisierung zwischen Carbonylgruppe und Stickstoffatom. Diese Mesomerie reduziert die Rotationsfreiheit der Amidbindung und begünstigt eine teilweise planare Struktur.
Amidbindungen zeigen typische IR-Absorptionsbanden im Bereich der C=O-Streckschwingung, was in analytischen Identifikationsverfahren genutzt werden kann.
J-147 enthält mehrere aromatische Ringe mit definierten Substitutionsmustern, darunter dimethylsubstituierte und methoxysubstituierte Phenylsysteme. Methoxygruppen wirken elektronenschiebend über Mesomerie, während die Trifluormethylgruppe elektronenziehend wirkt.
Diese Kombination erzeugt ein ausgewogenes elektronisches Profil und trägt zu charakteristischen UV-Absorptionseigenschaften bei.
J-147 enthält eine Iminfunktion (C=N), die als Schiff-Base bezeichnet werden kann. Laut IUPAC-Bezeichnung liegt eine (E)-Konfiguration vor, welche die relative räumliche Anordnung der Substituenten an der Doppelbindung beschreibt.
Diese geometrische Konfiguration beeinflusst die Molekülform und kann in der Spektroskopie unterscheidbare Signaturen erzeugen.
Die C–F-Bindung zählt zu den stärksten Einfachbindungen in der organischen Chemie. Drei Fluoratome im Molekül erhöhen Stabilität und beeinflussen Elementzusammensetzung sowie Fragmentierungsmuster.
Das Molekül enthält funktionelle Gruppen, die als Wasserstoffbrücken-Akzeptoren wirken können, insbesondere Carbonyl- und Stickstoffatome. Solche intermolekularen Wechselwirkungen können das Festkörperverhalten beeinflussen.
In der Reversed-Phase-HPLC wird die Retention maßgeblich durch hydrophobe Wechselwirkungen beeinflusst. Die trifluorierte Einheit kann die Lipophilie gegenüber nicht-fluorierten Analoga erhöhen.
Retentionseigenschaften variieren je nach mobiler Phase, pH-Wert und stationärer Phase.
Massenspektrometrie kann zur Bestätigung der Molekülmasse und Elementzusammensetzung eingesetzt werden. Fragmentierungen treten häufig nahe der Amid- oder Imin-Bindung auf.
J-147 liegt typischerweise als weißes bis cremefarbenes Pulver vor. Wie viele organische Kleinmoleküle kann es definierte Schmelzübergänge aufweisen.
Die Zusammensetzung umfasst Kohlenstoff, Wasserstoff, Fluor, Stickstoff und Sauerstoff. Drei Fluoratome tragen signifikant zur Gesamtmasse bei.
Die Kombination aus elektronenziehenden und elektronenschiebenden Substituenten führt zu einer differenzierten Elektronendichteverteilung innerhalb des Moleküls. Die Trifluormethylgruppe wirkt stark induktiv elektronenziehend, während Methoxy- und Methylsubstituenten mesomerisch elektronenschiebend wirken können. Diese Wechselwirkung beeinflusst das π-Elektronensystem der aromatischen Ringe.
Induktive Effekte entstehen durch Elektronegativitätsunterschiede entlang σ-Bindungen, während mesomere Effekte durch Delokalisierung von Elektronen innerhalb konjugierter Systeme auftreten. Das gleichzeitige Vorliegen beider Effekte erzeugt ein charakteristisches elektronisches Profil, das in spektroskopischen Verfahren nachvollziehbar ist.
Die Amidbindung in J-147 weist aufgrund der partiellen Doppelbindungscharakteristik eine eingeschränkte Rotationsfreiheit auf. Diese Rotationsbarriere trägt zur bevorzugten Konformation des Moleküls bei und kann in hochauflösender NMR-Spektroskopie indirekt beobachtbar sein.
Auch die Imin-Doppelbindung besitzt eine definierte geometrische Stabilität. Die (E)-Konfiguration beschreibt eine bevorzugte räumliche Anordnung, welche energetisch begünstigt sein kann. Geometrische Isomerie kann unter analytischen Bedingungen differenzierbar sein.
Das Molekül enthält sowohl polare funktionelle Gruppen als auch ausgedehnte hydrophobe aromatische Bereiche. Diese amphiphile Struktur beeinflusst intermolekulare Wechselwirkungen sowie das Verhalten in chromatographischen Systemen.
Das Konzept der polaren Oberflächenfläche (polar surface area) beschreibt die Summe polarer Bereiche eines Moleküls. Obwohl hier keine numerischen Werte angegeben werden, ist ersichtlich, dass Amid- und Iminfunktionen zur Polarität beitragen, während aromatische Ringe die hydrophoben Eigenschaften dominieren.
Aromatische Systeme können unter geeigneten Bedingungen π–π-Stacking-Wechselwirkungen eingehen. Solche nicht-kovalenten Interaktionen beeinflussen Festkörperstruktur, Kristallpackung und potenziell das Löslichkeitsverhalten.
Diese Wechselwirkungen können ebenfalls das chromatographische Verhalten beeinflussen, insbesondere bei stationären Phasen mit aromatischen Charakteristika.
In reversed-phase Systemen wird die Retention durch hydrophobe Interaktionen bestimmt. Die trifluorierte Einheit kann zur Erhöhung der Lipophilie beitragen, während polare Gruppen die Wechselwirkung mit der mobilen Phase beeinflussen.
In normalphasigen Systemen dominieren hingegen polare Wechselwirkungen. Die Auswahl der stationären Phase kann somit gezielt zur Differenzierung ähnlicher Strukturen eingesetzt werden.
Die theoretische Elementzusammensetzung ergibt sich aus der Molekularformel C18H17F3N2O2. Die Präsenz von drei Fluoratomen beeinflusst die prozentuale Massenverteilung signifikant.
Elementaranalysen können zur Bestätigung der berechneten Anteile von Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Fluor herangezogen werden und unterstützen die Identitätsverifikation in Laborumgebungen.
Die Identität von J-147 kann durch Kombination mehrerer analytischer Verfahren bestätigt werden, darunter Massenspektrometrie, NMR-Spektroskopie und Infrarotspektroskopie. Die Übereinstimmung mehrerer Parameter erhöht die strukturelle Sicherheit der Identifikation.
Referenzmaterialien werden typischerweise für qualitative Vergleichszwecke eingesetzt, um Retentionszeiten, Spektren und Molekülmassen mit internen Standards zu vergleichen.
Als chemisches Referenzmaterial wird J-147 in versiegelter Verpackung geliefert, um strukturelle Integrität zu bewahren. Chargenkennzeichnung ermöglicht Rückverfolgbarkeit und Dokumentation innerhalb kontrollierter Laborprozesse.
Die Bereitstellung konsistenter Referenzmaterialien unterstützt reproduzierbare analytische Abläufe und interne Qualitätskontrollen.
Wie lautet die CAS-Nummer von J-147?
1146963-51-0
In welcher Form wird J-147 geliefert?
Als weißes bis cremefarbenes Pulver in versiegelter Laborverpackung.
Ist dieses Produkt für den menschlichen oder tierischen Gebrauch bestimmt?
Nein. Dieses Material wird ausschließlich als chemisches Referenzmaterial geliefert.
Ist J-147 innerhalb der EU lieferbar?
Ja. Die Lieferung erfolgt über den Rexar-Webshop in versiegelter Laborverpackung.
Hinweis:
Dieses Produkt ist ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt. Nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier sowie nicht für medizinische, diagnostische oder therapeutische Zwecke geeignet.
| Intended use: | Laboratory research and analytical reference purposes only |
| Application area: | Analytical chemistry, reference comparison and method development |
| End user: | Professional users in controlled research environments |
| Regulatory classification: | Chemical reference material |