Phenibut-Hydrochlorid (HCl) wird von Rexar als chemisches Referenzmaterial in Forschungsqualität für analytische Chemie, Strukturbestimmung und laborbasierte Vergleichsverfahren bereitgestellt. Diese synthetische niedermolekulare Verbindung ist ausschließlich für kontrollierte Forschungsumgebungen vorgesehen, die eine bestätigte chemische Identität, reproduzierbare analytische Eigenschaften und konsistente Referenzdokumentation erfordern.
Phenibut HCl (CAS 3060-41-1) ist direkt über den Rexar-Webshop erhältlich und wird in versiegelter Laborverpackung innerhalb der Europäischen Union geliefert.
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Phenibut ist ein phenylsubstituiertes Derivat der Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Strukturell besteht es aus einem vier Kohlenstoffatome umfassenden Rückgrat mit einer Aminogruppe und einer Carboxylgruppe, kombiniert mit einer Phenylringsubstitution an der Beta-Position. Dadurch entsteht ein hybrides Molekül mit sowohl Aminosäurecharakter als auch aromatischen Strukturmerkmalen.
Die Verbindung kann als substituiertes Aminosäureanalog klassifiziert werden. Das Vorhandensein sowohl saurer als auch basischer funktioneller Gruppen verleiht dem Molekül amphotere Eigenschaften, während der Phenylring aromatischen Charakter und hydrophobe Strukturanteile einführt.
Als substituiertes Gamma-Aminobuttersäure-Analog enthält Phenibut sowohl eine primäre Aminogruppe als auch eine Carboxylgruppe innerhalb desselben Moleküls. Verbindungen dieses Typs können abhängig vom pH-Wert zwitterionische Eigenschaften aufweisen. In der Salzform wird die protonierte Aminfunktion durch das Chlorid-Gegenion stabilisiert.
Das gleichzeitige Vorhandensein saurer und basischer Gruppen führt zu charakteristischem Verhalten unter verschiedenen analytischen Bedingungen. Protonierungszustand, Ionenstärke und Lösungsmittelumgebung können chromatographisches Retentionsverhalten und spektroskopische Signale beeinflussen.
Dieses Produkt wird ausschließlich als Phenibut-Hydrochlorid (HCl) geliefert. In der Hydrochlorid-Salzform ist die Aminogruppe protoniert und mit einem Chlorid-Gegenion assoziiert. Salzbildung verbessert häufig Stabilität, Handhabungseigenschaften und Reproduzierbarkeit in analytischen Arbeitsabläufen.
Chemische Kennzahlen und molekulare Eigenschaften können sich zwischen freier Base, freier Säure und Salzform unterscheiden. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, beziehen sich alle Referenzdaten auf dieser Seite auf das Hydrochlorid-Salz (CAS 3060-41-1).
Die Summenformel C10H13NO2 (Hydrochlorid-Salz) beschreibt eine kovalent gebundene Struktur aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff. Der Phenylring trägt zur aromatischen Elektronendelokalisierung bei, während die aliphatische Kette das Buttersäure-Rückgrat bildet.
In der Protonen-NMR-Spektroskopie erscheinen aromatische Protonen typischerweise in einem anderen Bereich als aliphatische Protonen der Kohlenstoffkette. Die Infrarotspektroskopie kann Absorptionsbanden zeigen, die Carboxyl- und Aminfunktionen entsprechen.
Phenibut-Hydrochlorid liegt unter Standardlaborbedingungen typischerweise als weißes kristallines Pulver vor. Kristalline Salzformen zeigen häufig konsistentes Schmelzverhalten und definierte Festkörpereigenschaften.
Phenibut-Hydrochlorid kann innerhalb der breiteren Klasse substituierter Gamma-Aminobuttersäure-Analoga eingeordnet werden, die Aminosäurerückgrate mit aromatischen Substituenten kombinieren. In der Strukturchemie werden derartige Verbindungen häufig hinsichtlich des Einflusses aromatischer Substitution auf physikochemische Eigenschaften untersucht.
Die Einführung eines Phenylrings in das GABA-Rückgrat verändert Molekülmasse, sterisches Profil und analytisches Verhalten im Vergleich zu nicht substituierten Aminosäuren. Aromatische Systeme können hydrophobe Wechselwirkungen in der Umkehrphasen-Chromatographie beeinflussen und dadurch Retentionszeiten verändern.
Protonen-NMR-Spektren zeigen typischerweise getrennte Signale für aromatische und aliphatische Protonen. Die Methylen-Gruppen der Buttersäurekette lassen sich klar vom Phenylring unterscheiden. Die 13C-NMR-Spektroskopie bestätigt zusätzlich das Substitutionsmuster und die Integrität des Kohlenstoffgerüsts.
In der Infrarotspektroskopie tragen sowohl die Carboxylgruppe als auch die protonierte Aminfunktion zu charakteristischen Absorptionsbanden bei. Die Salzform mit Chlorid-Gegenion stabilisiert den Protonierungszustand der Aminogruppe und sorgt für definierte ionische Eigenschaften.
Kristalline Hydrochlorid-Salze zeigen häufig reproduzierbares Schmelzverhalten und definierte hygroskopische Eigenschaften. Eine sachgerechte Lagerung in versiegelten Behältern schützt vor Feuchtigkeitsaufnahme und erhält die Materialkonsistenz über längere Zeiträume.
Internationale chemische Register enthalten maschinenlesbare Strukturkennzeichen wie SMILES- und InChI-Codes, die eine eindeutige Identifikation und Dokumentation in Forschungsumgebungen ermöglichen.
Phenibut-Hydrochlorid kann innerhalb der breiteren Klasse substituierter Gamma-Aminobuttersäure-Derivate eingeordnet werden, bei denen das lineare Aminosäurerückgrat durch aromatische Substitution modifiziert wurde. In der Strukturchemie wird die Einführung eines Phenylrings in ein aliphatisches Aminosäuresystem häufig im Hinblick auf veränderte physikochemische Eigenschaften untersucht.
Das Grundgerüst der Gamma-Aminobuttersäure besteht aus einer vier Kohlenstoffatome umfassenden Kette mit terminaler Carboxylgruppe und einer Aminogruppe in Gamma-Position. Durch die Substitution an der Beta-Position mit einem Phenylring entsteht eine strukturelle Erweiterung, die sowohl die Molekülmasse als auch das sterische Profil verändert.
Aromatische Substitution führt zu einer Kombination aus hydrophoben und ionischen Eigenschaften innerhalb desselben Moleküls. Diese duale Charakteristik kann das chromatographische Verhalten beeinflussen, insbesondere in Umkehrphasen-Systemen, in denen hydrophobe Wechselwirkungen mit der stationären Phase eine Rolle spielen.
In der Hydrochlorid-Form liegt die Aminogruppe protoniert vor. Die Bildung eines Hydrochlorid-Salzes stabilisiert die positive Ladung am Stickstoffatom durch Assoziation mit einem Chlorid-Gegenion. Diese Salzform kann zu verbesserter physikalischer Stabilität und definierter Kristallstruktur führen.
Der Protonierungszustand eines amphoteren Moleküls wie Phenibut hängt grundsätzlich vom pH-Wert der Umgebung ab. Unter sauren Bedingungen ist die Aminogruppe protoniert, während die Carboxylgruppe als nicht dissoziierte Säure vorliegen kann. Unter basischen Bedingungen kann die Carboxylgruppe deprotoniert sein. In der festen Hydrochlorid-Salzform ist der Protonierungszustand klar definiert.
Die Salzform kann Unterschiede in Löslichkeit und Hygroskopizität gegenüber der freien Base oder freien Säure aufweisen. In analytischen Laborumgebungen ist eine definierte Salzform häufig vorteilhaft, da sie reproduzierbare Eigenschaften in Bezug auf Handhabung und Dosierung ermöglicht.
Bei der Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) beeinflussen sowohl der aromatische Ring als auch die ionischen Gruppen das Retentionsverhalten. Aromatische Systeme können π-π-Wechselwirkungen mit geeigneten stationären Phasen eingehen, während die ionische Komponente durch pH-abhängige Modulation der mobilen Phase beeinflusst werden kann.
Die Kombination aus aliphatischem Rückgrat und aromatischem Substituenten führt zu klar unterscheidbaren Retentionsmustern im Vergleich zu nicht aromatischen Aminosäuren. Solche Unterschiede sind in analytischen Vergleichsuntersuchungen relevant.
In der Protonen-NMR-Spektroskopie zeigen aromatische Protonen typischerweise Signale im Bereich der aromatischen chemischen Verschiebung, während die Methylen-Gruppen der Buttersäurekette separate Signale erzeugen. Die Protonierung der Aminogruppe kann zusätzliche Verschiebungseffekte verursachen.
Die 13C-NMR-Spektroskopie erlaubt eine Differenzierung zwischen aromatischen Kohlenstoffatomen und aliphatischen Kohlenstoffzentren. Die Carboxylgruppe weist ein charakteristisches Signal im Carbonylbereich auf.
In der Infrarotspektroskopie können charakteristische Banden für Carboxylgruppen (C=O-Streckschwingung), N-H-Streckschwingungen sowie aromatische Ringvibrationen beobachtet werden. Diese kombinierte spektrale Information unterstützt die strukturelle Identitätsbestätigung.
Als kristalline Hydrochlorid-Verbindung weist Phenibut typischerweise eine definierte Gitterstruktur auf. Kristalline Materialien zeigen wiederkehrende Molekülanordnungen im festen Zustand, die zu reproduzierbaren physikalischen Eigenschaften führen.
Hygroskopische Eigenschaften können von Umgebungsbedingungen abhängen. Eine sachgerechte Lagerung in trockener Umgebung trägt zur Erhaltung der Materialkonsistenz bei. Die Verwendung versiegelter Laborverpackungen minimiert potenzielle Einflüsse von Feuchtigkeit.
Internationale chemische Register enthalten strukturbezogene Identifikatoren wie SMILES-Strings und InChI-Codes, die eine eindeutige digitale Beschreibung der Molekülstruktur ermöglichen. Diese Kodierungen werden in Laborinformationssystemen zur eindeutigen Dokumentation verwendet.
Die Kombination aus CAS-Nummer, Summenformel, IUPAC-Name und strukturellen Identifikatoren gewährleistet eine präzise Zuordnung in analytischen und dokumentarischen Prozessen.
Dieses Produkt ist ausschließlich für die Verwendung in der Laborforschung bestimmt. Es ist nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr sowie nicht für medizinische, diagnostische oder therapeutische Anwendungen vorgesehen.
| Intended use: | Laboratory research and analytical reference purposes only |
| Application area: | Analytical chemistry, reference comparison and method development |
| End user: | Professional users in controlled research environments |
| Regulatory classification: | Chemical reference material |