IDRA-21 wird von Rexar als chemisches Referenzmaterial für analytische Chemie, Substanzidentifikation und laborbasierte Vergleichsanalysen geliefert. Dieses Material ist ausschließlich für kontrollierte Forschungsumgebungen vorgesehen, die eine verifizierte chemische Identität, strukturelle Bestätigung und konsistente Referenzspezifikationen erfordern.
IDRA-21 (CAS 22503-72-6) ist direkt über den Rexar-Webshop erhältlich und wird in versiegelter Laborverpackung für den Vertrieb innerhalb der EU geliefert. Jede Charge ist eindeutig gekennzeichnet, um eine interne Rückverfolgbarkeit und dokumentierte Referenzverwendung zu gewährleisten.
Rexar Technisches Datenblatt (PDF)
Molecular structure data and selected physicochemical properties can be consulted via the public database: IDRA-21 on PubChem
IDRA-21 | CAS: 22503-72-6 | Summenformel: C8H9ClN2O2S | Molekulargewicht: 232,69 g/mol.
IDRA-21 gehört zur Klasse der Benzothiadiazin-Derivate. Die Struktur besteht aus einem kondensierten aromatischen Benzolring und einem heterozyklischen 1,2,4-Benzothiadiazin-Grundgerüst mit einer Sulfonylfunktion (1,1-Dioxid).
Die Sulfonylgruppe beeinflusst maßgeblich die Polarität und Elektronenverteilung des Moleküls. Der Chlor-Substituent in Position 7 verändert zusätzlich die Elektronendichte innerhalb des aromatischen Systems und kann das chromatographische Verhalten beeinflussen.
Die Sulfonylfunktion wirkt stark elektronenziehend und trägt wesentlich zur Molekülpolarität sowie zu charakteristischen spektroskopischen Eigenschaften bei.
Das konjugierte aromatische System erzeugt definierte UV-Absorptionsbanden, die in HPLC-UV-Analysen zur Identitätsbestätigung verwendet werden können.
In der IR-Spektroskopie erscheinen intensive Banden der S=O-Streckschwingung. Im 1H-NMR zeigen sich aromatische Protonen im tieffeldigen Bereich, während die Methylgruppe ein charakteristisches Signal liefert.
In reversed-phase HPLC-Systemen weist IDRA-21 eine moderate Retention entsprechend seinem Polaritätsprofil auf. Die Auswahl der stationären Phase (z. B. C18 oder Phenyl) kann die Trennleistung beeinflussen.
Die Optimierung von Eluentenzusammensetzung, pH-Wert und Temperatur ist für reproduzierbare analytische Ergebnisse entscheidend.
Unter Elektrospray-Ionisationsbedingungen wird typischerweise das protonierte Molekülion beobachtet. Fragmentierungsmechanismen können Ringspaltungen oder Abspaltungen in Nähe der Sulfonylgruppe umfassen.
Charakteristische Isotopenmuster des Chloratoms unterstützen die strukturelle Bestätigung.
IDRA-21 liegt üblicherweise als kristallines Pulver vor. Intermolekulare Wechselwirkungen zwischen Sulfonylsauerstoffen und aromatischen Systemen stabilisieren das Kristallgitter.
Röntgenpulverdiffraktometrie (XRPD) kann zur Bestätigung der kristallinen Phase eingesetzt werden.
Wie viele heterozyklische Verbindungen kann IDRA-21 potenziell polymorphe Formen aufweisen. Unterschiede in der Kristallpackung können Schmelzverhalten, Löslichkeit und Fließeigenschaften beeinflussen.
Bei thermischer Belastung kann eine schrittweise Zersetzung erfolgen, bevor ein klar definierter Schmelzpunkt erreicht wird. DSC- und TGA-Analysen ermöglichen eine detaillierte Stabilitätsbewertung.
Forcierte Degradationsstudien unter UV- oder oxidativen Bedingungen unterstützen die Bewertung analytischer Spezifität.
Das Benzothiadiazin-Grundgerüst enthält ein oxidiertes Schwefelzentrum (Sulfone). Dieses Zentrum erhöht das Dipolmoment des Moleküls und beeinflusst intermolekulare Wechselwirkungen.
Die Ringsystemfusion führt zu einer definierten molekularen Geometrie, die reproduzierbare spektroskopische Signaturen erzeugt.
IDRA-21 kann als (+)- oder (–)-Enantiomer beschrieben werden. In analytischen Kontexten kann eine chirale Trennung mittels geeigneter stationärer Phasen durchgeführt werden.
Enthält IDRA-21 eine Sulfonylfunktion?
Ja. Die 1,1-Dioxid-Gruppe ist ein zentrales strukturelles Merkmal.
Ist der Chlor-Substituent analytisch relevant?
Ja. Das Chloratom erzeugt charakteristische Isotopenmuster in der Massenspektrometrie.
Ist das Produkt für den menschlichen oder tierischen Gebrauch bestimmt?
Nein. Dieses Material wird ausschließlich als chemisches Referenzmaterial geliefert.
Die molekulare Architektur von IDRA-21 basiert auf einem kondensierten aromatischen System, das mit einem heterozyklischen Benzothiadiazinring fusioniert ist. Diese Ringfusion erzeugt eine starre, definierte Geometrie, welche die Elektronenverteilung innerhalb des π-Systems stabilisiert.
Die oxidierte Schwefelfunktion (Sulfoneinheit) wirkt stark elektronenziehend und erhöht die Gesamtdipolarität des Moleküls. Dies kann sowohl das chromatographische Retentionsverhalten als auch intermolekulare Wechselwirkungen im Festkörper beeinflussen.
Der Chlor-Substituent an Position 7 übt einen induktiven elektronenziehenden Effekt aus. Gleichzeitig können mesomere Beiträge innerhalb des aromatischen Systems die Elektronendichte lokal modulieren. Diese elektronischen Eigenschaften beeinflussen UV-Absorptionsspektren sowie Massenspektren.
Im festen Zustand wird die Kristallstruktur durch Dipol-Dipol-Wechselwirkungen zwischen Sulfonyl-Sauerstoffatomen sowie durch π–π-Stapelung aromatischer Systeme stabilisiert.
Diese Wechselwirkungen tragen zur definierten Kristallinität bei und können mittels Röntgenpulverdiffraktometrie (XRPD) analysiert werden.
Unter thermischer Belastung kann IDRA-21 eine mehrstufige Zersetzung zeigen. Die Differential Scanning Calorimetry (DSC) erlaubt die Erfassung exothermer oder endothermer Übergänge.
Thermogravimetrische Analyse (TGA) kann Masseverluste dokumentieren und Hinweise auf strukturelle Veränderungen liefern.
Die Löslichkeit von IDRA-21 ist abhängig von der Polarität des Lösungsmittels, der Temperatur und dem pH-Wert. Polare aprotische Lösungsmittel können die Löslichkeit im Vergleich zu rein wässrigen Systemen erhöhen.
Löslichkeitsuntersuchungen sind insbesondere im Rahmen von Methodenentwicklung und analytischer Vergleichbarkeit relevant.
Zur Bewertung analytischer Robustheit können forcierte Degradationsstudien unter folgenden Bedingungen durchgeführt werden:
Diese Untersuchungen dienen der Identifikation möglicher Abbauprodukte und der Sicherstellung analytischer Selektivität.
In der UV-Vis-Spektroskopie zeigt das aromatische System charakteristische Absorptionsmaxima. Die Auswahl geeigneter Detektionswellenlängen verbessert die Empfindlichkeit analytischer Methoden.
Im 13C-NMR-Spektrum sind aromatische Kohlenstoffsignale sowie Signale der Methylgruppe klar differenzierbar. Die Sulfonylfunktion beeinflusst die chemischen Verschiebungen benachbarter Atome.
Fragmentierungen können in Nähe der Sulfonylgruppe oder innerhalb des aromatischen Ringsystems auftreten. Das charakteristische Chlor-Isotopenmuster (M+2 Signal) unterstützt die strukturelle Identifikation.
Innerhalb der Klasse der Benzothiadiazin-Derivate besitzt IDRA-21 ein spezifisches Retentions- und Fragmentierungsprofil. Der Vergleich mit strukturell verwandten Verbindungen ermöglicht eine präzise Differenzierung im Rahmen analytischer Studien.
Zur Identitätsbestätigung können mehrere analytische Verfahren kombiniert werden, darunter HPLC-Retentionszeitvergleich, NMR-Spektrenabgleich, Massenspektrometrie und thermische Analysen.
Die Kombination mehrerer Methoden erhöht die Sicherheit bei struktureller Zuordnung und Chargenkonsistenz.
Beeinflusst die Sulfonylgruppe das chromatographische Verhalten?
Ja. Sie erhöht die Polarität und kann die Retention in reversed-phase Systemen beeinflussen.
Ist das Chloratom für analytische Identifikation hilfreich?
Ja. Das typische Isotopenmuster erleichtert die Massenspektrometrie-Analyse.
Kann IDRA-21 mittels chiraler HPLC analysiert werden?
Ja, sofern enantiomere Differenzierung erforderlich ist.
Haftungsausschluss:
Dieses Produkt ist ausschließlich für Laborforschungszwecke bestimmt. Es ist nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr sowie nicht für medizinische, diagnostische oder therapeutische Anwendungen vorgesehen.
| Intended use: | Laboratory research and analytical reference purposes only |
| Application area: | Analytical chemistry, reference comparison and method development |
| End user: | Professional users in controlled research environments |
| Regulatory classification: | Chemical reference material |